Edge-Rechenzentren

- ermöglichen die nächste Generation latenzarmer Übertragungen für aufkommende IoT-Anwendungen

Im Laufe des nächsten Jahrzehnts werden zahlreiche vernetzte Technologien zur Anwendung kommen, die unser tagtägliches Leben weiter verändern und automatisieren - angefangen bei 5G-Mobilfunknetzen über selbstfahrende Autos bis hin zu intelligenten Fabriken und intelligenten Städten, den Smart Cities, die durch Geräte des Internet of Things (IoT) und des Industrial Internet of Things (IIoT) gesteuert werden. Um das volle Potenzial dieser Technologien ausschöpfen zu können, sind jedoch noch bestimmte technische Probleme zu lösen. Dazu gehört in erster Linie die Latenz.

Latenz ist eine verlangsamte Datenübertragung. Dazu kommt es, wenn Daten über größere Distanzen und über mehrere Netzwerk-Switche und Router übertragen werden müssen. Zwar betragen die Verzögerungen zumeist nur wenige Millisekunden, doch können sie sich bis zu einem Punkt aufsummieren, wo es zu einer spürbaren Verlangsamung der Übertragungsgeschwindigkeit kommt und es unmöglich wird, die neuen Technologien zu unterstützen. Die Lösung zur Reduzierung von Latenz liegt in Edge-Rechenzentren, welche die IT-Ressourcen näher zu den Nutzern und den vernetzten Geräten bringen. Da Datenverarbeitung, -speicherung und -analyse nun vor Ort stattfinden, verbessern sich auch die Leistung und Zuverlässigkeit der Anwendungen.

Edge-Rechenzentren gibt es in vielen Formen, so als:

  • Container-Rechenzentren in der Nähe von Mobilfunkmasten für den 5G-Mobilfunkdienst.
  • Mikrorechenzentren an Straßenecken, die intelligente Verkehrsampeln und autonomes Fahren ermöglichen.
  • CORDs (Central Offices Re-architected as a Data Center - CORDs), bei denen ehemalige Vermittlungsstellen zu Rechenzentren umstrukturiert werden, um die Kunden in der Umgebung mit WLAN, TV Streaming und Gaming Diensten in höherer Qualität zu versorgen.
  • Modulare Einraum-Rechenzentren in einem bestimmten Teil des Unternehmens wie in einer Büroanlage, in einem Medizinkomplex oder in einem Ableger eines Hochschulcampus.
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Möchten Sie hierzu mehr erfahren? Folgendes Whitepaper steht zum Download zur Verfügung: Why Edge? Why Now? How the Rise of Edge Computing will Reshape the Data Center Landscape.  (Warum Edge? Warum jetzt? Wie das Aufkommen von Edge Computing das Rechenzentrumsumfeld verändert.)

Lösungen für Edge-Rechenzentren von Siemon

Während Edge-Rechenzentren sich darin unterscheiden, wie die Anwendungsverarbeitung, Datenanalyse und Datenspeicherung im näheren Umkreis der Anwender und Geräte erfolgt, die diese Anwendungen und Daten nutzen, benötigen sie doch die gleiche Stromversorgung, Kühlung, Verbindungstechnik und Sicherheit wie die zentralen Rechenzentren – nur in einem kleineren Maßstab. Siemon bietet ein breites Portfolio an grundlegenden Infrastrukturlösungen, auf die entstehende Edge-Rechenzentren aufbauen können. 

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  • Glasfaser- und Kupfer-Verbindungstechnik – Siemon’s moderne LightHouse™ Glasfaser-Verkabelungslösungen sind ideal zur Anbindung von Edge-Rechenzentren an die Cloud, und unsere High-Speed Direct Attach Kupferkabel eignen sich hervorragend zur Herstellung von Switch-Server Verbindungen innerhalb der Schränke des Edge-Rechenzentrums.

  • Infrastruktur-Management – Da viele Edge-Rechenzentren unbemannt sein werden oder nur begrenzt zugänglich, können Besitzer und Betreiber von Edge-Rechenzentren ebenfalls von Automatisierten Infrastruktur-Management (AIM) Tools profitieren, wie zum Beispiel von MapIT G2 mit der EagleEye Connect Software von Siemon, die ein Management und Monitoring von Kupfer- und Glasfaserverbindungen aus der Ferne ermöglicht. Über unsere komplementären Partner bietet Siemon darüber hinaus  Rechenzentrum-Infrastruktur-Management (DCIM) Lösungen zum Energie- und Wärmemonitoring.

  • Intelligente PDUs – Alle Edge-Rechenzentren benötigen PDUs (Power Distribution Units), um den Strom an die Aktivkomponenten zu verteilen. Intelligente PowerMax PDUs von Siemon ermöglichen eine Überwachung des Stromverbrauchs und Schaltung der Aktivkomponenten auf Steckdosenebene und Sensoren sorgen für eine Umgebungsüberwachung auf Schrankebene (d. h. Temperatur, Feuchtigkeit) – alles wird von zentraler Stelle in der Cloud über eine intuitive Webschnittstelle remote aktiviert.
     
  • Kabelmanagement – Siemon’s Kabelmanagementlösungen sind ein wichtiger Bestandteil für den Schutz, die Verlegung und die Handhabung der Kabel in den Schränken und eignen sich jede Art von Edge-Rechenzentrum.

  • Wärmemanagement – Edge-Rechenzentren benötigen Wärmemanagementlösungen, wie zum Beispiel  Blindplatten und Bürstenleisten von Siemon, sowie Lösungen zur Gangeinhausung, um die kalte und warme Luft zu trennen.

  • Vorbestückte und sichere Schranklösungen – Siemon‘s vorkonfigurierte V-Built™ Schränke werden entsprechend Kundenbedarf mit Kupfer- und Glasfaser-Anschlusstechnik, MapIT G2 AIM Komponenten, PowerMax PDUs, Kabelmanagement- und Wärmemanagementlösungen von Siemon vorbestückt geliefert und lassen sich mühelos in einem Edge-Rechenzentrum aufstellen und an die gewünschte Position rollen. Vor Ort braucht dann nur noch die aktive IT-Technik installiert zu werden. Für ein Mehr an Sicherheit können die Schränke auch mit den V-Lock Schranksicherheitssystemen von Siemon ausgestattet werden.